Pink University: Bildung mit Werten

Ein Interview von Elita Wiegand mit Britta Kroker 

Über Britta Kroker:

Britta Kroker, MBA, ist seit über 15 Jahren Profi im Bereich der beruflichen Weiterbildung. Als Verlagsleiterin und Programmchefin des Campus Verlages hat sie Standardwerke geschaffen mit Autoren wie Klaus Doppler, Lothar Seiwert oder Reinhard Sprenger. Mit der Gründung der Pink University (2011) hat sie ein neues Kapitel aufgeschlagen: Jetzt übersetzt sie  mit ihrem Team aus Redakteuren, Didaktikern und Profifilmern das Wissen der besten Experten in Videotrainings. Ihr Ansporn: Lernmedien zu schaffen für die neue Arbeitswelt nach dem Motto: Sehen, Begreifen, Anwenden.

Sie haben 2011 die Pink University gegründet. Es geht Ihnen um Wissen, lebenslanges Lernen und Weiterbildung. Was sind Ihre Beweggründe? 

Britta Kroker: Mit der Pink University will ich Menschen dafür begeistern, lebenslang zu lernen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir im Prinzip nichts lieber tun, als zu lernen.

Man kann es wunderbar sehen bei kleinen Kindern, die in den ersten Jahren an nichts anderem interessiert sind, als etwas auszuprobieren, Grenzen zu testen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Das macht ihnen eine Riesenfreude. Bei Erwachsenen verhält es sich im Prinzip genauso. Doch wir haben das Lernen in Schulen und Universitäten stark reglementiert und da macht es weniger Spaß zu lernen. Es gilt, das Potential wiederzuentdecken, weil Menschen persönliche Weiterentwicklung befriedigt und sie weiterbringt. Wir bieten Unternehmen die komplette Bandbreite relevanter Themen an: von Führung, Strategie und Verkauf über Soft Skills und Software-Schulungen bis hin zu Gesundheits-Themen.

Sie sind leidenschaftlich, wenn Sie über Weiterbildung sprechen. Was treibt Sie an? 

Britta Kroker: Meine große Vision ist es, einen Beitrag zu leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen. Wenn ich mir anschaue, wo es in der Welt große wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme gibt, hängt das oft damit zusammen, dass die Menschen keinen Zugang zu Bildung haben. Menschen, die lernen und sich weiterbilden, erweitern ihren Horizont, erkennen Zusammenhänge und reflektieren. Bildung ist die Basis für ein friedlicheres Miteinander.    

Deshalb halte ich Bildung, Lernen und Weiterbildung für ein ganz wichtiges Thema. Und es hat für mich einen hohen Wert. Mit der Pink University nutzen wir die Möglichkeiten der Technik, der Mediengrafik und des Films, um das beste Wissen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Während es im Web an kostenlosen Lernangeboten wimmelt, kosten Ihre Angebote Geld. Was macht den Wert Ihrer Videotrainings aus?  

Britta Kroker: Die kostenlose Welt im Web sind die „User-generated Content“-Angebote und es gibt darunter natürlich auch wertvolle Inhalte. Man braucht allerdings auch Zeit und Muße, die qualitativ hochwertigen Angebote herauszupicken. Häufig trifft man eher auf minderwertigen Content, mit dem man letztlich seine Zeit vergeudet. Ich komme aus dem Verlagswesen und mein Ziel für unsere Angebote ist, die besten Experten zu finden, die das Thema qualifiziert begleiten. Zwischen dem Expertenwissen und dem, was am Ende bei dem Nutzer ankommt, steht ein Prozess.

Was ist das für ein Prozess, bevor ein Nutzer die Angebote der Pink University online nutzen kann?

Britta Kroker: Zunächst müssen wir uns für einen Experten entscheiden, der das Wissen bestmöglich vermittelt. Dann setzen wir uns mit dem Fachmann oder der Fachfrau zusammen und erarbeiten ein Konzept. Die Kunst besteht für uns darin, die Lerneinheit auf kleine in sich geschlossene Lerneinheiten herunterzubrechen. Wir müssen sehr genau konzipieren, um den komplexen Stoff in verschiedene kleine Lerneinheiten von acht oder zehn Minuten zu packen. Den Stoff erarbeiten wir in einem Workshop und schreiben dann in der Redaktion die Texte, die der Experte später vor der Kamera spricht. Wir erstellen ein Drehbuch, das aus dem Text und der filmischen Umsetzung besteht. Bei uns kommen zudem mediengrafische Elemente als zweite Informationsebene dazu. Uns ist es wichtig, dass unsere Videotrainings für den User gut aufbereitet sind. Das ist eine aufwendige Arbeit und das findet man nirgends kostenlos.  

Sie haben seit Gründung der Pink University Ihr Angebot enorm erweitert. Wie erinnern Sie sich an die Anfänge? 

Britta Kroker: Das Thema Video-Learning ist im Jahre 2011 aufgekommen. Es gibt seither Angebote wie die "Khan Academy" für den schulischen Bereich oder die MOOCS im universitären Bereich, bei denen Vorlesungen im Videoformat angeboten und damit ganz vielen Menschen zugänglich gemacht werden. Wir haben zur gleichen Zeit begonnen, dieses Feld für den Bereich der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung zu besetzen. Inzwischen werden wir für unsere Kompetenz im Bereich der beruflichen Weiterbildung sehr stark wahrgenommen.

Viele behaupten, dass digitales Lernen die Präsenztrainings nicht ersetzen kann. Was sagen Sie dazu?

Britta Kroker: Das Präsenztraining wird sicher weiterhin wichtig sein. Doch gerade weil die Präsenz sehr wertvoll ist, werden wir die Zeiten besser nutzen wollen. Das heißt, alles was man alleine lernen kann, kann man digital lernen, weil es viele Vorteile hat: Man kann im eigenen Tempo lernen, sich die Trainings wann und wo man will anschauen und nach Belieben wiederholen. Der Lerneffekt ist dadurch sehr viel intensiver und nachhaltiger. Die Vorteile sehen inzwischen viele Unternehmen, die unsere Online-Videotrainings für ihre Mitarbeiter buchen. Zudem sind unsere Trainings letztlich für Unternehmen auch kostengünstiger. Die wertvollen Präsenzzeiten sind dann für den Austausch und die Reflexion gedacht. E-Learning ist der Begriff von gestern. Inzwischen sehen wir die Veränderungen darin, dass sich Präsenz und digitales Lernen ergänzen und vermischen. Das digitale Lernen ist für jeden auf der ganzen Welt zugänglich, jederzeit und gleichzeitig. Und jeder kann in seinem eigenen Modus lernen, weil es jederzeit zur Verfügung steht.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Britta Kroker: Die Fragen, die uns beschäftigen, lauten: "Wie wird sich Lernen in den Unternehmen in Zukunft verändern und welchen Beitrag können wir dazu leisten?" Mich begeistert total, dass sich Video-Learning zu einem relevanten Trend entwickelt. Bestes Beispiel ist Sebastian Thrun. Er ist Professor für künstliche Intelligenz an der Stanford University und er hat seine Vorlesungen als einer der ersten online übertragen. Der Clou: 70 Prozent seiner Studenten kamen mit den Video-Seminaren besser zurecht und die Studenten haben in den Prüfungen eine Note besser abgeschnitten. Wir haben im Bereich der Business-Videotrainings derzeit einen enormen Vorsprung und wollen mit der Pink University nachhaltig die Nr. 1 werden.

Kontakt:

Pink University GmbH

Elsenheimerstraße 50
80687 München
Tel: 089 - 54 72 78 410

Web: www.pinkuniversity.de
E-Mail: info@pinkuniversity.de